So zählst du Pendel-Tage richtig
Maßgeblich sind die tatsächlichen Pendel-Tage — nicht die theoretisch möglichen. Vom Kalenderjahr ziehst du ab: Wochenenden, Feiertage, Urlaubstage, Krankheitstage, Homeoffice-Tage. Was übrig bleibt, ist die Pendel-Tage-Zahl für die Pauschale.
Beispielrechnungen Teilzeit
- 15 km × 132 Tage (3-Tage-Woche) × 0,38 € = 752 €
- 15 km × 176 Tage (4-Tage-Woche) × 0,38 € = 1.003 €
- 15 km × 220 Tage (Vollzeit) × 0,38 € = 1.254 €
Steuerwirkung beachten
Bei Teilzeit ist die absolute Pauschale niedriger — entsprechend liegt sie oft unter dem Arbeitnehmerpauschbetrag (1.230 €). Achte bei der Steuererklärung darauf, weitere Werbungskosten anzugeben, damit die Pauschbetrag-Schwelle gerissen wird:
- Arbeitsmittel (PC, Bürostuhl, Tasche)
- Fortbildung & Fachliteratur
- Beiträge zu Berufsverbänden
- Kontoführungspauschale (16 €)
Mini-Rechner
Pauschale 2025
594 €
Pauschale 2026
752 €
Mehrertrag
+158 €
+26.6 %
Beispiel: 15 km Strecke, 3-Tage-Woche, 28k Teilzeitgehalt.
→ Vollrechner mit Dienstwagen, Homeoffice und Mobilitätsprämie
Häufige Fragen
Mein Brutto liegt unter 12.348 € — was tun?
Du bekommst keine Steuerersparnis aus der Pauschale (kein Steuersatz greift), aber du kannst die Mobilitätsprämie beantragen — 14 % der Pauschale als direkte Auszahlung.
Werkstudent — gilt die Pauschale auch für mich?
Ja. Werkstudenten sind Arbeitnehmer und können die Pauschale wie alle anderen ansetzen. Bei niedrigem Brutto: Mobilitätsprämie prüfen.
Wie weise ich die genauen Pendel-Tage nach?
Im Regelfall reicht eine Schätzung nach Arbeitsverhältnis und Arbeitstagen pro Woche. Bei Auffälligkeiten kann das Finanzamt einen Kalender-Nachweis fordern.