Pauschale oder Ticket-Kosten?
Die Pendlerpauschale (38 Cent/km × Tage) ist die Standard-Variante. Wer höhere reale ÖPNV-Kosten hat als die Pauschale, kann stattdessen die tatsächlichen Ticket-Kosten ansetzen — das gilt nur, wenn man es konkret nachweist.
Wann lohnt der Tickets-Ansatz?
Selten. Beispiel: 10 km × 220 Tage × 0,38 € = 836 € Pauschale. Das Deutschlandticket kostet 2026 ca. 756 € — die Pauschale gewinnt klar. Anders kann es bei sehr teuren Fernverkehr-Streckenkarten oder BahnCard-100-Konstellationen aussehen.
Strecke richtig berechnen
Maßgeblich ist die einfache Entfernung Wohnung-Arbeit nach der kürzesten verkehrsüblichen Route — auch beim ÖPNV. Nicht die Streckenlänge der gefahrenen Bahn-Verbindung. Wenn du also mit dem Zug eine Schleife fährst, zählt nur die Luftlinien-Entfernung der gewählten Strecke.
Doppel-Anrechnung möglich?
Bei Misch-Pendelei (Park-and-Ride, Auto bis Bahnhof, dann Bahn): Maßgeblich ist nur die Gesamt-Strecke Wohnung-Arbeit. Die Pauschale rechnet pro Strecke einmal — nicht pro Verkehrsmittel.
Mini-Rechner
Pauschale 2025
990 €
Pauschale 2026
1.254 €
Mehrertrag
+264 €
+26.7 %
→ Vollrechner mit Dienstwagen, Homeoffice und Mobilitätsprämie
Häufige Fragen
Mein Arbeitgeber zahlt mir das Deutschlandticket — was ist mit der Pauschale?
Wenn der AG das Ticket zusätzlich zum Lohn übernimmt (steuerfrei nach § 3 Nr. 15 EStG), wird der Ticketwert auf die Pendlerpauschale angerechnet. Bei einem 63 €/Monat-Ticket: 756 € werden vom Pauschale-Abzug abgezogen.
Was zählt als Strecke beim ÖPNV?
Die kürzeste verkehrsübliche Strecke Wohnung-Arbeit — nicht die tatsächlich gefahrene Bahn-Streckenlänge. Bei mehreren Linien zählt die einfache Entfernung.
BahnCard 100 — kann ich die separat absetzen?
Nur, wenn du komplett auf die Pauschale verzichtest und alle Tickets/Karten als reale Werbungskosten ansetzt — und die nachweist. In der Praxis fast nie sinnvoll, da die Pauschale meist höher ausfällt.